Warum Ihnen niemand am Küchentisch sagen kann, was Ihre Immobilie am Ende bringt. Und worauf Sie bei der Wahl Ihres Maklers stattdessen achten sollten.
Die Zahl, die alle hören wollen
Viele Eigentümer laden zwei, drei Makler ein und vergleichen am Ende vor allem eines: die genannte Zahl. Den Auftrag bekommt dann oft der, der den höchsten Verkaufspreis verspricht.
Verständlich. Wer verkauft, möchte das Beste herausholen. Aber ehrlich gesagt: Das ist Utopie. Niemand kann Ihnen den tatsächlichen Verkaufspreis nennen, bis Sie beim Notar sitzen und unterschreiben. Alles davor ist ein Wunsch. Eine gute Einschätzung auf Basis wahrscheinlicher Parameter, ja. Aber keine Garantie.
Ein hoher Wert beim ersten Termin auf der Couch verkauft noch kein Haus.
Vom Verkaufspreis zum Angebotspreis
Die bessere Denkweise heißt: Angebotspreis. Er ist der Startpunkt der Vermarktung, sauber hergeleitet aus Lage, Zustand, Vergleichsobjekten und aktueller Nachfrage. Von diesem Preis kann man abweichen, nach oben wie nach unten. Wohin es geht, entscheidet der Markt im Laufe der Vermarktung. Mit jeder Besichtigung und jedem Gebot wird der Preiskorridor enger. Fest steht der Verkaufspreis erst mit der Unterschrift.
Schauen Sie auf das Werkzeug, nicht auf die Zahl
Ob Ihr Wunschpreis erreichbar ist, hängt weniger von einer Schätzung ab als davon, wie gut das Maklerhaus arbeitet. Diese Fragen sind viel entscheidender als jeder Wert am ersten Termin:
Professionelle Fotos, klare Grundrisse, ein starkes Exposé, Portale, Social Ads, Print. Jedes Instrument entscheidet mit, wie Ihre Immobilie wahrgenommen wird.
Die junge Familie sucht anders als der Kapitalanleger. Wer die Käufergruppen kennt, spricht sie gezielt an, statt einfach nur ein Inserat online zu stellen.
Schnelle Rückmeldungen, digitale Unterlagen, transparente Abläufe. Interessenten bleiben dran, wenn alles reibungslos läuft. Und Sie wissen jederzeit, wo Ihr Verkauf steht.
Am Ende zählt Verhandlungsgeschick. Ein guter Makler führt Bieterprozesse sauber, prüft Finanzierungen und bleibt souverän, wenn es ernst wird.
Was Käufer heute wirklich stemmen können
Wir befinden uns in einem Käufermarkt. Dazu gehört auch, realistisch zu sein. Die wenigsten Familien haben 20 bis 30 Prozent Eigenkapital. Und selbst dann müssen sie eine Rate von rund 1.900 Euro im Monat tragen, eine Familie ernähren und noch Puffer für anstehende Reparaturen haben.
Der Preis entsteht im Kopf des Käufers
Erst wenn Menschen in einer Immobilie stehen, entwickeln sie ihr eigenes Wertempfinden. Dann entscheidet sich, ob sie sich verlieben. Ob sie ihre Zukunft hier sehen, ihr Leben. Und erst dann sagen sie: Ja, hier investiere ich mein ganzes Geld. Hier möchte ich Höchstbietender sein, um meinen Traum zu verwirklichen.
Darum geht es. Und genau diesen Moment muss gute Vermarktung möglich machen.
Wählen Sie den Weg, nicht die Zahl
Ein realistischer Angebotspreis, starke Vermarktungsinstrumente, die richtige Ansprache der Käufer und ein Team, das verhandeln kann: Das bringt Sie Ihrem Wunschpreis näher. Nicht das höchste Versprechen beim ersten Kaffee.
Wir bewerten Ihre Immobilie kostenfrei und unverbindlich. Dabei zeigen wir Ihnen ehrlich, mit welchem Angebotspreis und welcher Strategie Sie in den Markt gehen. Ohne Luftschlösser, mit klarem Plan.
Über den Autor: Diesen Text hat Tom Giesler verfasst, Gründer und Geschäftsführer der Vanholt Immobilien GmbH.