Beruf & Einstieg

Immobilienmakler werden — und es richtig lernen.

Die Erlaubnis bekommt man vom Amt. Den Beruf lernt man bei Menschen, die ihn beherrschen. Was du rechtlich brauchst, was dich menschlich erwartet — und wie der Einstieg bei Vanholt aussieht.

Jetzt bewerben Trainee & Praktikum
Quereinstieg möglich Trainee- & Praktikumsplätze Persönliche Rückmeldung
Der Beruf im Überblick

Leicht zu beginnen. Schwer, gut zu machen.

Kaum ein Beruf hat eine so niedrige Einstiegshürde und einen so hohen Anspruch im Alltag. Makler begleiten Menschen bei der größten finanziellen Entscheidung ihres Lebens — mit Rechtsfragen, Zahlen, Technik und sehr viel Fingerspitzengefühl. Diese Seite zeigt ehrlich, was dazugehört.

ZugangErlaubnis nach § 34c GewOPflicht für alle, die selbstständig vermitteln. Angestellte arbeiten unter der Erlaubnis des Arbeitgebers.
AusbildungKeine gesetzliche PflichtAber ohne Fachwissen wird es schnell teuer — für Kunden und für dich.
Weiterbildung20 Stunden in 3 JahrenGesetzlich vorgeschrieben — auch für angestellte Makler im Vertrieb.
EinkommenÜberwiegend erfolgsabhängigLeistung zahlt sich aus — planbar wird sie erst mit System und Erfahrung.
Das Rechtliche

Was du brauchst, bevor du das erste Objekt anbietest.

Die formalen Voraussetzungen sind überschaubar. Die Regeln, die danach im Alltag gelten, sind es nicht — und genau hier passieren Anfängern die teuren Fehler.

§ 34c GewO

Die Maklererlaubnis

Wer gewerbsmäßig Immobilien vermittelt oder nachweist, braucht eine behördliche Erlaubnis. Geprüft werden deine Zuverlässigkeit (u. a. Führungszeugnis, Auszug aus dem Gewerbezentralregister) und geordnete Vermögensverhältnisse. Zuständig ist je nach Bundesland das Gewerbe- bzw. Ordnungsamt oder die IHK. Ein Sachkundenachweis wird nicht verlangt.

Gewerbe

Gewerbeanmeldung & Steuern

Selbstständige Makler melden ein Gewerbe an, werden vom Finanzamt steuerlich erfasst und gehören der örtlichen IHK an. Wer angestellt arbeitet, braucht all das nicht selbst.

§ 15b MaBV

Weiterbildungspflicht

Mindestens 20 Stunden Weiterbildung innerhalb von drei Kalenderjahren — nachweisbar und auf Verlangen der Behörde vorzulegen. Das gilt auch für Angestellte, die unmittelbar an der Vermittlung mitwirken.

MaBV

Makler- und Bauträgerverordnung

Sie regelt Informations-, Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten. Klingt trocken, ist aber die Grundlage dafür, dass du jederzeit belegen kannst, was du wann für wen getan hast.

GwG

Geldwäscheprävention

Immobilienmakler sind Verpflichtete nach dem Geldwäschegesetz: Vertragsparteien identifizieren, Risiken bewerten, dokumentieren und Auffälligkeiten melden. Verstöße sind bußgeldbewehrt.

§§ 656a–d BGB

Maklervertrag & Provision

Maklerverträge über Wohnungen und Einfamilienhäuser brauchen die Textform. Ist der Käufer Verbraucher, gelten feste Regeln zur Teilung der Provision zwischen Verkäufer und Käufer. Bei der Wohnungsvermietung gilt das Bestellerprinzip.

Verbraucherrecht

Widerruf & Belehrung

Kommt der Maklervertrag online, am Telefon oder beim Kunden zu Hause zustande, hat ein Verbraucher ein Widerrufsrecht. Wer falsch oder gar nicht belehrt, riskiert seinen Provisionsanspruch.

GEG

Pflichtangaben in Anzeigen

Energiekennwerte gehören in jede Immobilienanzeige, der Energieausweis spätestens zur Besichtigung auf den Tisch. Fehlende Angaben sind abmahnfähig und können Bußgelder auslösen.

Absicherung

Haftung & Versicherung

Makler haften für falsche Angaben und Beratungsfehler. Eine Vermögensschadenhaftpflicht ist für Makler gesetzlich nicht vorgeschrieben — ohne sie zu arbeiten, wäre trotzdem leichtsinnig. Dazu kommen Datenschutz (DSGVO) und Wettbewerbsrecht.

Überblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit, keine Rechtsberatung. Zuständigkeiten und Gebühren unterscheiden sich je nach Bundesland und Kommune — verbindlich ist die Auskunft deiner zuständigen Behörde.

Wege in den Beruf

Vier Türen — dahinter derselbe Anspruch.

Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Es gibt nur den Unterschied zwischen „irgendwie angefangen" und „von Grund auf gelernt".

Ausbildung

Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau (IHK)

Die klassische duale Ausbildung, in der Regel drei Jahre: Vermittlung, Verwaltung, Finanzierung, Recht und kaufmännische Steuerung. Das solideste Fundament — und die Grundlage für alles, was danach kommt.

Studium & Weiterbildung

Vom Fachwirt bis zum Studium

Geprüfter Immobilienfachwirt (IHK), immobilienwirtschaftliche Studiengänge oder BWL mit Schwerpunkt: sinnvoll für alle, die Bewertung, Investment oder Führungsaufgaben anstreben.

Quereinstieg

Aus einem anderen Beruf

Vertrieb, Bank, Handwerk, Hotellerie, Verwaltung — wer mit Menschen umgehen kann und lernen will, bringt viel mit. Was fehlt, ist das Fachliche. Das lässt sich lernen, aber nicht nebenbei und nicht allein.

Praktikum & Trainee

Erst ansehen, dann entscheiden

Der ehrlichste Weg, den Beruf kennenzulernen: mitlaufen, mitarbeiten, Verantwortung in kleinen Schritten übernehmen. Wie das bei uns aussieht, steht weiter unten.

Das Zwischenmenschliche

Du verkaufst keine Häuser. Du begleitest Menschen.

Hinter fast jedem Verkauf steht ein Lebensereignis: ein Erbe, eine Trennung, ein Umzug ins Alter, ein Jobwechsel, Nachwuchs. Wer das Elternhaus verkauft, verkauft Erinnerungen. Wer zum ersten Mal kauft, unterschreibt für Jahrzehnte. Das Fachliche ist die Pflicht — das Menschliche entscheidet, ob man dir vertraut.

Die wichtigste Fähigkeit eines Maklers ist nicht das Reden. Es ist das Zuhören.
Akribie

Der Unterschied steckt im Detail — und das Risiko auch.

Ein Exposé ist kein Werbeprospekt, sondern ein Dokument, auf das sich Käufer verlassen. Eine falsche Wohnfläche, eine übersehene Baulast, ein fehlender Beschluss der Eigentümergemeinschaft — und aus einem guten Verkauf wird ein Rechtsstreit. Gute Makler sind deshalb vor allem eines: gründlich.

  • Flächen nachrechnen. Wohn- und Nutzfläche nie ungeprüft aus alten Unterlagen übernehmen.
  • Grundbuch lesen können. Wegerechte, Wohnrechte, Grundschulden, Vorkaufsrechte — und was sie für den Verkauf bedeuten.
  • Baulasten & Altlasten prüfen. Was im Grundbuch nicht steht, steht oft im Baulastenverzeichnis.
  • Genehmigungen abgleichen. Ist der ausgebaute Dachboden genehmigt? Der Anbau? Die Nutzung als Wohnraum?
  • Energieausweis & Pflichtangaben. Gültig, passend zum Gebäude und korrekt in jeder Anzeige.
  • Bei Wohnungen: die WEG-Unterlagen. Teilungserklärung, Protokolle, Wirtschaftsplan, Rücklage, anstehende Sonderumlagen.
  • Bonität vor Reservierung. Eine Finanzierungsbestätigung vor dem Notartermin erspart allen Beteiligten viel Ärger.
  • Alles dokumentieren. Wer hat wann welche Information bekommen? Im Streitfall zählt, was belegbar ist.
Erfahrung sammeln

Lerne den Beruf in einem guten Haus — bevor du ihn allein ausübst.

Die Erlaubnis in der Tasche macht noch keinen Makler. Wie ein Verkauf wirklich abläuft, worauf es in welchem Moment ankommt und woran er scheitern kann, erfährt man nicht aus Büchern und nicht aus Wochenendseminaren. Man erfährt es, indem man erfahrenen Kollegen über die Schulter schaut, mitarbeitet und nach und nach selbst Verantwortung übernimmt.

Wer zu früh allein startet, lernt dieselben Lektionen auch — nur auf Kosten seiner ersten Kunden und des eigenen Rufs. Unser Rat, ganz unabhängig davon, ob du dich bei uns bewirbst: Such dir ein Haus mit klaren Abläufen, sauberer Dokumentation und Menschen, die ihr Wissen teilen. Ein paar Jahre dort sind die beste Investition in dein Berufsleben.

Was du nur in der Praxis lernst — entlang eines echten Verkaufs

01

Das Erstgespräch

Die richtigen Fragen stellen, Erwartungen klären und erkennen, ob Auftrag und Eigentümer zu dir passen — und du zu ihnen.

02

Die Bewertung

Vergleichswerte richtig lesen, Besonderheiten einpreisen und einen Preis vertreten, der am Markt besteht. Auch dann, wenn der Eigentümer etwas anderes hören wollte.

03

Unterlagen & Vorbereitung

Wissen, was fehlt, wo man es bekommt und wie lange es dauert. Hier entscheidet sich, ob ein Verkauf später reibungslos läuft.

04

Die Vermarktung

Fotos, Texte, Zielgruppe, Portale, eigene Interessentenkartei: was wirkt, was nur beschäftigt, und was bei welchem Objekt passt.

05

Besichtigung & Qualifizierung

Interessenten ernsthaft prüfen, ein Haus zeigen, ohne es schönzureden, und Einwände als Information verstehen statt als Angriff.

06

Verhandlung & Kaufvertrag

Angebote einordnen, zwischen beiden Seiten vermitteln, den Kaufvertragsentwurf verstehen und den Notartermin so vorbereiten, dass niemand überrascht wird.

07

Übergabe & danach

Protokoll, Zählerstände, Schlüssel — und die Beziehung, aus der die nächste Empfehlung entsteht.

Woran du ein gutes Haus erkennst

Dokumentierte Abläufe statt „Das machen wir immer so". Feste Ansprechpartner in der Einarbeitung. Vorlagen und Werkzeuge, die funktionieren. Eine ehrliche Haltung gegenüber Kunden — auch beim Preis. Und die Bereitschaft, dich Fehler machen zu lassen, solange du daraus lernst. Bei Vanholt arbeiten wir mit einem nach ISO 9001 zertifizierten Qualitätsmanagement: Jeder Schritt vom Erstgespräch bis zur Übergabe ist beschrieben — das hilft Kunden, und es hilft allen, die den Beruf bei uns lernen.

Einstieg bei Vanholt

Trainee- und Praktikumsprogramm: mitarbeiten statt zuschauen.

Wir nehmen Menschen auf, die den Beruf ernsthaft lernen wollen — unabhängig vom Lebenslauf. Beide Programme folgen derselben Idee: echte Aufgaben, feste Begleitung, wachsende Verantwortung.

Praktikum

Reinschauen — und ehrlich herausfinden, ob es passt

Für Schülerinnen und Schüler, Studierende und alle, die sich beruflich orientieren. Als Pflicht- oder freiwilliges Praktikum.

  • Mitgehen zu Objektaufnahmen, Besichtigungen und Übergaben
  • Mitarbeit an Exposés, Unterlagenbeschaffung und Vermarktung
  • Einblick in Bewertung, Kundenportal und CRM
  • Eine feste Ansprechperson — und ein offenes Feedback am Ende
  • Dauer und Zeitraum stimmen wir individuell mit dir ab
Für ein Praktikum bewerben
Trainee

Den Beruf von Grund auf lernen — Station für Station

Für Berufseinsteiger, Absolventen und Quereinsteiger, die Makler werden wollen und bereit sind, es gründlich zu tun.

  • Alle Stationen eines Verkaufs an der Seite erfahrener Makler — vom Erstgespräch bis zur Übergabe
  • Strukturierter Lernpfad mit Modulen und kurzen Wissenstests
  • Recht, Bewertung, Vermarktung und Gesprächsführung im echten Alltag statt im Seminarraum
  • Schrittweise eigene Aufgaben — bis zum ersten selbst betreuten Objekt
  • Klare Perspektive danach: selbstständig mit der Marke Vanholt
Als Trainee bewerben

Schreib in deiner Bewerbung einfach dazu, dass du dich für das Trainee- oder Praktikumsprogramm interessierst — Umfang, Start und Standort klären wir im Gespräch.

Immobilienmakler-Jobs bei Vanholt

Du hast schon Erfahrung? Dann reden wir über mehr.

Marke, Software, Telefonzentrale und Backoffice stehen bereit — du konzentrierst dich auf Menschen und Immobilien. Wir suchen keine Lebensläufe, sondern Haltung: gründlich, ehrlich, verlässlich.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Braucht man eine Ausbildung, um Immobilienmakler zu werden?

Gesetzlich nein. In Deutschland ist für die Maklertätigkeit keine bestimmte Ausbildung und kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Pflicht ist die Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung. In der Praxis entscheidet aber Fachwissen über Erfolg und Haftung — deshalb sind eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann bzw. zur Immobilienkauffrau (IHK), eine Weiterbildung oder ein begleiteter Einstieg in einem etablierten Maklerhaus der sinnvolle Weg.

Was ist die Erlaubnis nach § 34c GewO und wer braucht sie?

Wer gewerbsmäßig Immobilien vermittelt oder nachweist, braucht eine behördliche Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung. Geprüft werden die persönliche Zuverlässigkeit und geordnete Vermögensverhältnisse. Die Erlaubnis braucht, wer selbstständig tätig ist — also auch selbstständige Handelsvertreter. Angestellte arbeiten unter der Erlaubnis ihres Arbeitgebers.

Kann man als Quereinsteiger Immobilienmakler werden?

Ja. Viele gute Makler kommen aus dem Vertrieb, dem Bankwesen, dem Handwerk, der Hotellerie oder der Verwaltung. Entscheidend ist, das Handwerk nicht allein am Küchentisch zu lernen, sondern in einem Haus, das Prozesse, Vorlagen und erfahrene Kollegen mitbringt.

Welche Weiterbildungspflicht gilt für Immobilienmakler?

Immobilienmakler müssen sich innerhalb von drei Kalenderjahren mindestens 20 Stunden weiterbilden (§ 34c Abs. 2a GewO in Verbindung mit § 15b MaBV). Die Pflicht gilt auch für Angestellte, die unmittelbar an der Vermittlung mitwirken.

Was verdient ein Immobilienmakler?

Das Einkommen ist im Vertrieb überwiegend erfolgsabhängig und hängt von Region, Objektarten, eigener Arbeitsweise und dem Vergütungsmodell ab. Seriöse Zahlen lassen sich deshalb nur im persönlichen Gespräch nennen — abhängig davon, ob du angestellt oder selbstständig arbeiten möchtest.

Gibt es bei Vanholt Trainee- und Praktikumsplätze?

Ja. Wir nehmen Praktikantinnen und Praktikanten (Schule, Studium, Orientierung) sowie Trainees auf, die den Beruf von Grund auf lernen möchten. Beide durchlaufen die echten Stationen eines Verkaufs an der Seite erfahrener Makler. Die Bewerbung läuft über unsere Karriereseite.

Der nächste Schritt

Lust, den Beruf richtig zu lernen?

Auf unserer Bewerbungsseite brauchst du zwei Minuten und kein Anschreiben. Ein paar ehrliche Sätze genügen — den Rest klären wir persönlich.

Zur Bewerbungsseite So arbeiten wir