Leicht zu beginnen. Schwer, gut zu machen.
Kaum ein Beruf hat eine so niedrige Einstiegshürde und einen so hohen Anspruch im Alltag. Makler begleiten Menschen bei der größten finanziellen Entscheidung ihres Lebens — mit Rechtsfragen, Zahlen, Technik und sehr viel Fingerspitzengefühl. Diese Seite zeigt ehrlich, was dazugehört.
Was du brauchst, bevor du das erste Objekt anbietest.
Die formalen Voraussetzungen sind überschaubar. Die Regeln, die danach im Alltag gelten, sind es nicht — und genau hier passieren Anfängern die teuren Fehler.
Die Maklererlaubnis
Wer gewerbsmäßig Immobilien vermittelt oder nachweist, braucht eine behördliche Erlaubnis. Geprüft werden deine Zuverlässigkeit (u. a. Führungszeugnis, Auszug aus dem Gewerbezentralregister) und geordnete Vermögensverhältnisse. Zuständig ist je nach Bundesland das Gewerbe- bzw. Ordnungsamt oder die IHK. Ein Sachkundenachweis wird nicht verlangt.
Gewerbeanmeldung & Steuern
Selbstständige Makler melden ein Gewerbe an, werden vom Finanzamt steuerlich erfasst und gehören der örtlichen IHK an. Wer angestellt arbeitet, braucht all das nicht selbst.
Weiterbildungspflicht
Mindestens 20 Stunden Weiterbildung innerhalb von drei Kalenderjahren — nachweisbar und auf Verlangen der Behörde vorzulegen. Das gilt auch für Angestellte, die unmittelbar an der Vermittlung mitwirken.
Makler- und Bauträgerverordnung
Sie regelt Informations-, Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten. Klingt trocken, ist aber die Grundlage dafür, dass du jederzeit belegen kannst, was du wann für wen getan hast.
Geldwäscheprävention
Immobilienmakler sind Verpflichtete nach dem Geldwäschegesetz: Vertragsparteien identifizieren, Risiken bewerten, dokumentieren und Auffälligkeiten melden. Verstöße sind bußgeldbewehrt.
Maklervertrag & Provision
Maklerverträge über Wohnungen und Einfamilienhäuser brauchen die Textform. Ist der Käufer Verbraucher, gelten feste Regeln zur Teilung der Provision zwischen Verkäufer und Käufer. Bei der Wohnungsvermietung gilt das Bestellerprinzip.
Widerruf & Belehrung
Kommt der Maklervertrag online, am Telefon oder beim Kunden zu Hause zustande, hat ein Verbraucher ein Widerrufsrecht. Wer falsch oder gar nicht belehrt, riskiert seinen Provisionsanspruch.
Pflichtangaben in Anzeigen
Energiekennwerte gehören in jede Immobilienanzeige, der Energieausweis spätestens zur Besichtigung auf den Tisch. Fehlende Angaben sind abmahnfähig und können Bußgelder auslösen.
Haftung & Versicherung
Makler haften für falsche Angaben und Beratungsfehler. Eine Vermögensschadenhaftpflicht ist für Makler gesetzlich nicht vorgeschrieben — ohne sie zu arbeiten, wäre trotzdem leichtsinnig. Dazu kommen Datenschutz (DSGVO) und Wettbewerbsrecht.
Überblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit, keine Rechtsberatung. Zuständigkeiten und Gebühren unterscheiden sich je nach Bundesland und Kommune — verbindlich ist die Auskunft deiner zuständigen Behörde.
Vier Türen — dahinter derselbe Anspruch.
Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Es gibt nur den Unterschied zwischen „irgendwie angefangen" und „von Grund auf gelernt".
Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau (IHK)
Die klassische duale Ausbildung, in der Regel drei Jahre: Vermittlung, Verwaltung, Finanzierung, Recht und kaufmännische Steuerung. Das solideste Fundament — und die Grundlage für alles, was danach kommt.
Vom Fachwirt bis zum Studium
Geprüfter Immobilienfachwirt (IHK), immobilienwirtschaftliche Studiengänge oder BWL mit Schwerpunkt: sinnvoll für alle, die Bewertung, Investment oder Führungsaufgaben anstreben.
Aus einem anderen Beruf
Vertrieb, Bank, Handwerk, Hotellerie, Verwaltung — wer mit Menschen umgehen kann und lernen will, bringt viel mit. Was fehlt, ist das Fachliche. Das lässt sich lernen, aber nicht nebenbei und nicht allein.
Erst ansehen, dann entscheiden
Der ehrlichste Weg, den Beruf kennenzulernen: mitlaufen, mitarbeiten, Verantwortung in kleinen Schritten übernehmen. Wie das bei uns aussieht, steht weiter unten.
Du verkaufst keine Häuser. Du begleitest Menschen.
Hinter fast jedem Verkauf steht ein Lebensereignis: ein Erbe, eine Trennung, ein Umzug ins Alter, ein Jobwechsel, Nachwuchs. Wer das Elternhaus verkauft, verkauft Erinnerungen. Wer zum ersten Mal kauft, unterschreibt für Jahrzehnte. Das Fachliche ist die Pflicht — das Menschliche entscheidet, ob man dir vertraut.
Die wichtigste Fähigkeit eines Maklers ist nicht das Reden. Es ist das Zuhören.
Zuhören, bevor du berätst
Was ist dem Eigentümer wirklich wichtig — der höchste Preis, Tempo, Diskretion, ein Käufer, der das Haus schätzt? Die Antwort steht in keinem Grundbuch.
Ehrlichkeit, auch wenn sie unbequem ist
Ein geschönter Preis gewinnt den Auftrag und verliert den Kunden. Eine ehrliche Bewertung kostet manchmal ein Mandat — und bringt dir auf Dauer den Ruf, von dem du lebst.
Verlässlichkeit im Kleinen
Zurückrufen, wenn man es zugesagt hat. Pünktlich sein. Sich melden, auch wenn es nichts Neues gibt. Vertrauen entsteht selten im großen Moment, meistens im kleinen.
Ruhe in der Verhandlung
Zwischen Verkäufer und Käufer zu vermitteln heißt: beide Seiten ernst nehmen, Emotionen aushalten, fair bleiben und trotzdem zum Abschluss führen.
Diskretion
Du erfährst Einkommen, Schulden, Familiengeschichten. Wer damit nicht absolut vertraulich umgeht, hat in diesem Beruf nichts verloren.
Frustrationstoleranz
Geplatzte Finanzierungen, abgesagte Notartermine, Wochen ohne Abschluss: Wer dranbleibt, ohne verbissen zu werden, ist auf lange Sicht im Vorteil.
Der Unterschied steckt im Detail — und das Risiko auch.
Ein Exposé ist kein Werbeprospekt, sondern ein Dokument, auf das sich Käufer verlassen. Eine falsche Wohnfläche, eine übersehene Baulast, ein fehlender Beschluss der Eigentümergemeinschaft — und aus einem guten Verkauf wird ein Rechtsstreit. Gute Makler sind deshalb vor allem eines: gründlich.
- Flächen nachrechnen. Wohn- und Nutzfläche nie ungeprüft aus alten Unterlagen übernehmen.
- Grundbuch lesen können. Wegerechte, Wohnrechte, Grundschulden, Vorkaufsrechte — und was sie für den Verkauf bedeuten.
- Baulasten & Altlasten prüfen. Was im Grundbuch nicht steht, steht oft im Baulastenverzeichnis.
- Genehmigungen abgleichen. Ist der ausgebaute Dachboden genehmigt? Der Anbau? Die Nutzung als Wohnraum?
- Energieausweis & Pflichtangaben. Gültig, passend zum Gebäude und korrekt in jeder Anzeige.
- Bei Wohnungen: die WEG-Unterlagen. Teilungserklärung, Protokolle, Wirtschaftsplan, Rücklage, anstehende Sonderumlagen.
- Bonität vor Reservierung. Eine Finanzierungsbestätigung vor dem Notartermin erspart allen Beteiligten viel Ärger.
- Alles dokumentieren. Wer hat wann welche Information bekommen? Im Streitfall zählt, was belegbar ist.
Lerne den Beruf in einem guten Haus — bevor du ihn allein ausübst.
Die Erlaubnis in der Tasche macht noch keinen Makler. Wie ein Verkauf wirklich abläuft, worauf es in welchem Moment ankommt und woran er scheitern kann, erfährt man nicht aus Büchern und nicht aus Wochenendseminaren. Man erfährt es, indem man erfahrenen Kollegen über die Schulter schaut, mitarbeitet und nach und nach selbst Verantwortung übernimmt.
Wer zu früh allein startet, lernt dieselben Lektionen auch — nur auf Kosten seiner ersten Kunden und des eigenen Rufs. Unser Rat, ganz unabhängig davon, ob du dich bei uns bewirbst: Such dir ein Haus mit klaren Abläufen, sauberer Dokumentation und Menschen, die ihr Wissen teilen. Ein paar Jahre dort sind die beste Investition in dein Berufsleben.
Was du nur in der Praxis lernst — entlang eines echten Verkaufs
Das Erstgespräch
Die richtigen Fragen stellen, Erwartungen klären und erkennen, ob Auftrag und Eigentümer zu dir passen — und du zu ihnen.
Die Bewertung
Vergleichswerte richtig lesen, Besonderheiten einpreisen und einen Preis vertreten, der am Markt besteht. Auch dann, wenn der Eigentümer etwas anderes hören wollte.
Unterlagen & Vorbereitung
Wissen, was fehlt, wo man es bekommt und wie lange es dauert. Hier entscheidet sich, ob ein Verkauf später reibungslos läuft.
Die Vermarktung
Fotos, Texte, Zielgruppe, Portale, eigene Interessentenkartei: was wirkt, was nur beschäftigt, und was bei welchem Objekt passt.
Besichtigung & Qualifizierung
Interessenten ernsthaft prüfen, ein Haus zeigen, ohne es schönzureden, und Einwände als Information verstehen statt als Angriff.
Verhandlung & Kaufvertrag
Angebote einordnen, zwischen beiden Seiten vermitteln, den Kaufvertragsentwurf verstehen und den Notartermin so vorbereiten, dass niemand überrascht wird.
Übergabe & danach
Protokoll, Zählerstände, Schlüssel — und die Beziehung, aus der die nächste Empfehlung entsteht.
Woran du ein gutes Haus erkennst
Dokumentierte Abläufe statt „Das machen wir immer so". Feste Ansprechpartner in der Einarbeitung. Vorlagen und Werkzeuge, die funktionieren. Eine ehrliche Haltung gegenüber Kunden — auch beim Preis. Und die Bereitschaft, dich Fehler machen zu lassen, solange du daraus lernst. Bei Vanholt arbeiten wir mit einem nach ISO 9001 zertifizierten Qualitätsmanagement: Jeder Schritt vom Erstgespräch bis zur Übergabe ist beschrieben — das hilft Kunden, und es hilft allen, die den Beruf bei uns lernen.
Trainee- und Praktikumsprogramm: mitarbeiten statt zuschauen.
Wir nehmen Menschen auf, die den Beruf ernsthaft lernen wollen — unabhängig vom Lebenslauf. Beide Programme folgen derselben Idee: echte Aufgaben, feste Begleitung, wachsende Verantwortung.
Reinschauen — und ehrlich herausfinden, ob es passt
Für Schülerinnen und Schüler, Studierende und alle, die sich beruflich orientieren. Als Pflicht- oder freiwilliges Praktikum.
- Mitgehen zu Objektaufnahmen, Besichtigungen und Übergaben
- Mitarbeit an Exposés, Unterlagenbeschaffung und Vermarktung
- Einblick in Bewertung, Kundenportal und CRM
- Eine feste Ansprechperson — und ein offenes Feedback am Ende
- Dauer und Zeitraum stimmen wir individuell mit dir ab
Den Beruf von Grund auf lernen — Station für Station
Für Berufseinsteiger, Absolventen und Quereinsteiger, die Makler werden wollen und bereit sind, es gründlich zu tun.
- Alle Stationen eines Verkaufs an der Seite erfahrener Makler — vom Erstgespräch bis zur Übergabe
- Strukturierter Lernpfad mit Modulen und kurzen Wissenstests
- Recht, Bewertung, Vermarktung und Gesprächsführung im echten Alltag statt im Seminarraum
- Schrittweise eigene Aufgaben — bis zum ersten selbst betreuten Objekt
- Klare Perspektive danach: selbstständig mit der Marke Vanholt
Schreib in deiner Bewerbung einfach dazu, dass du dich für das Trainee- oder Praktikumsprogramm interessierst — Umfang, Start und Standort klären wir im Gespräch.
Du hast schon Erfahrung? Dann reden wir über mehr.
Marke, Software, Telefonzentrale und Backoffice stehen bereit — du konzentrierst dich auf Menschen und Immobilien. Wir suchen keine Lebensläufe, sondern Haltung: gründlich, ehrlich, verlässlich.
Selbstständig als Makler:in
Handelsvertreter mit der Marke, dem System und dem Backoffice von Vanholt — auf Wunsch mit eigener Region.
Dafür bewerben →Praktikum · Ausbildung · Werkstudent
Reinschnuppern, mitarbeiten, lernen — mit echten Aufgaben statt Kaffeekochen.
Dafür bewerben →Etwas anderes
Quereinstieg, freie Mitarbeit, Kooperation — erzähl uns, was dir vorschwebt.
Dafür bewerben →Kurz beantwortet.
Braucht man eine Ausbildung, um Immobilienmakler zu werden?
Gesetzlich nein. In Deutschland ist für die Maklertätigkeit keine bestimmte Ausbildung und kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Pflicht ist die Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung. In der Praxis entscheidet aber Fachwissen über Erfolg und Haftung — deshalb sind eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann bzw. zur Immobilienkauffrau (IHK), eine Weiterbildung oder ein begleiteter Einstieg in einem etablierten Maklerhaus der sinnvolle Weg.
Was ist die Erlaubnis nach § 34c GewO und wer braucht sie?
Wer gewerbsmäßig Immobilien vermittelt oder nachweist, braucht eine behördliche Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung. Geprüft werden die persönliche Zuverlässigkeit und geordnete Vermögensverhältnisse. Die Erlaubnis braucht, wer selbstständig tätig ist — also auch selbstständige Handelsvertreter. Angestellte arbeiten unter der Erlaubnis ihres Arbeitgebers.
Kann man als Quereinsteiger Immobilienmakler werden?
Ja. Viele gute Makler kommen aus dem Vertrieb, dem Bankwesen, dem Handwerk, der Hotellerie oder der Verwaltung. Entscheidend ist, das Handwerk nicht allein am Küchentisch zu lernen, sondern in einem Haus, das Prozesse, Vorlagen und erfahrene Kollegen mitbringt.
Welche Weiterbildungspflicht gilt für Immobilienmakler?
Immobilienmakler müssen sich innerhalb von drei Kalenderjahren mindestens 20 Stunden weiterbilden (§ 34c Abs. 2a GewO in Verbindung mit § 15b MaBV). Die Pflicht gilt auch für Angestellte, die unmittelbar an der Vermittlung mitwirken.
Was verdient ein Immobilienmakler?
Das Einkommen ist im Vertrieb überwiegend erfolgsabhängig und hängt von Region, Objektarten, eigener Arbeitsweise und dem Vergütungsmodell ab. Seriöse Zahlen lassen sich deshalb nur im persönlichen Gespräch nennen — abhängig davon, ob du angestellt oder selbstständig arbeiten möchtest.
Gibt es bei Vanholt Trainee- und Praktikumsplätze?
Ja. Wir nehmen Praktikantinnen und Praktikanten (Schule, Studium, Orientierung) sowie Trainees auf, die den Beruf von Grund auf lernen möchten. Beide durchlaufen die echten Stationen eines Verkaufs an der Seite erfahrener Makler. Die Bewerbung läuft über unsere Karriereseite.