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Energieausweis: Was Sie wissen müssen

Energie & Sanierung 5 Min. Lesezeit Vanholt Ratgeber
Energieausweis: Was Sie wissen müssen

Seit 2014 ist der Energieausweis beim Verkauf Pflicht. Was steht drin, welche Varianten gibt es, was kostet er – und welche Bußgelder drohen bei Verstößen?

Der Energieausweis dokumentiert die energetische Qualität eines Gebäudes und ist beim Verkauf oder bei der Neuvermietung gesetzlich vorgeschrieben. Die Energieeffizienzklasse – von A+ bis H – muss bereits in jeder Immobilienanzeige angegeben werden. Fehlt diese Angabe, drohen Bußgelder von bis zu 10.000 Euro.

Verbrauchs- oder Bedarfsausweis?

  • Verbrauchsausweis: basiert auf dem tatsächlichen Energieverbrauch der letzten drei Jahre. Günstiger, aber abhängig vom Heizverhalten der Bewohner.
  • Bedarfsausweis: beruht auf einer technischen Analyse von Gebäudehülle und Anlagentechnik. Aussagekräftiger und für ältere, unsanierte Gebäude oft vorgeschrieben.

Was der Ausweis kostet und wie lange er gilt

Ein Verbrauchsausweis ist bereits ab rund 50 bis 100 Euro erhältlich, ein Bedarfsausweis kostet je nach Aufwand zwischen 300 und 500 Euro. Beide Varianten sind zehn Jahre gültig. Ausgestellt werden dürfen sie nur von qualifizierten Fachleuten – etwa Energieberatern, Architekten oder Schornsteinfegern mit entsprechender Zulassung.

Warum die Energieklasse den Preis bestimmt

Angesichts hoher Energiekosten und gesetzlicher Sanierungspflichten ist die Energieeffizienz zu einem der wichtigsten Preisfaktoren geworden. Objekte mit schlechter Einstufung (G oder H) müssen häufig spürbare Abschläge hinnehmen, weil Käufer Sanierungskosten einkalkulieren. Eine gute Klasse wird dagegen zunehmend zum Verkaufsargument.

Experten-Tipp

Besorgen Sie den Energieausweis, bevor Sie inserieren – nicht erst auf Nachfrage. Ohne gültigen Ausweis dürfen Sie die Immobilie rechtlich gar nicht bewerben.

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